Gemeinde Dintikon

Wichtige Informationen zum Dintiker Trinkwasser

24.09.2019

Wichtige Informationen zum Dintiker Trinkwasser

Trinkwasser ist ein kostbares Gut. In den letzten Monaten war die Trinkwasserqualität bezüglich Fungizid und Chlorothalonil in den Medien ein grosses Thema. Der Gemeinderat informiert zur Situation der Wasserversorgung Dintikon.

Was ist Chlorothalonil und wie wird es eingesetzt?

Chlorothalonil ist ein Pestizid-Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird vor allem im Ackerbau eingesetzt. Das Pflanzenschutzmittel war und ist nach wie vor zum Einsatz zugelassen. Bis im Frühjahr dieses Jahres war Chlorothalonil im Zusammenhang mit dem Trinkwasser in der Schweiz kein Thema.

 

Neuer Richtwert

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV legt mit Weisung vom 8. August 2019 erstmals eine Höchstwertkonzentration von Chlorothalonil im Trinkwasser fest. Der Wert beträgt 0.1 Mikrogramm pro Liter. Die kantonale Lebensmittelkontrolle konkretisiert mit Schreiben vom 22. August 2019, dass Trinkwasser mit einer Chlorothalonilsulfonsäure-Konzentration von mehr als 1.0 Mikrogramm pro Liter (10-fache Höchstwertüberschreitung) als stark verunreinigt gilt.

Diese Neubeurteilung stellt betroffene Wasserversorgungen vor neue Herausforderungen. So wird von heute auf morgen ein bislang wenig beachteter Fremdstoff im Trinkwasser plötzlich zum ernstzunehmenden, kritischen Inhaltsstoff mit verbindlichem Höchstwert.

 

Messpunkte und Messergebnis in Dintikon

Das Trinkwasser wurde neu auch auf diesen Inhaltsstoff untersucht. Die Wasserversorgung Dintikon hat im Rahmen der regelmässigen Selbstkontrolle die Neubeurteilung berücksichtigt. Das vorliegende aktuelle Messresultat des kantonalen Amts für Verbraucherschutz AVS, Abteilung Lebensmittelkontrolle, zeigt, dass Massnahmen ergriffen werden müssen.

In der Quellfassung Eich, welche nur eine sehr geringe Menge Wasser an die gesamte Wasserversorgung beisteuerte, wurde eine den Grenzwert überschreitende Konzentration von Chlorothalonil festgestellt. Der Gemeinderat und die Wasserversorgung haben als Sofortmassnahme entschieden, die Quellfassung Eich ausser Betrieb zu nehmen. In den weiteren Quellfassungen Berg und Neumatt waren keine Werte nachweisbar. Beim Grundwasserpumpwerk Langelen wurde ein leicht überschrittener Grenzwert von 0.31 Mikrogramm pro Liter festgestellt. Mit der Beimischung von Wasser aus den Quellen Berg und Neumatt sowie dem Fremdbezug von Villmergen respektive Wohlen darf dieses Wasser gemäss Weisung des Amts für Verbraucherschutz jedoch weiterhin verwendet werden.

Die verantwortlichen Personen beobachten die Situation zusammen mit den kantonalen Stellen weiter genau und warten insbesondere die Empfehlungen des Bundesamtes für Lebensmittelmittelsicherheit und Veterinärwesen ab. Allfällige weitere Massnahmen werden laufend geprüft. 

Die Wasserversorgung tut weiterhin alles, um Trinkwasser als Lebensmittel sicherzustellen.

Allfällige Anfragen sind bitte schriftlich zu richten an: gemeindekanzlei@dintikon.ch

 

Freundliche Grüsse

GEMEINDERAT  DINTIKON

 

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